Der Prozess der Ausstellungsvorbereitung

Die Einladung, die von den leeren Rahmen im Foyer ausgeht, haben unsere Vorschulkinder angenommen. Vor zwei Wochen kamen alle 26 erstmalig mit ihren Druckhelfererzieher*innen (* Wertschöpfung eines Kindes für die Werkpädagog*innen) zusammen, um mit dem Kuratieren ihrer Ausstellung zu beginnen. Anknüpfend an das eigene Erleben der zurückliegenden Ausstellungseröffnungen von ehemaligen Vorschulkindern und erinnernd an deren Erzählungen über den Besuch im Kolumba, stimmten Konstantin und Leonie die Kinder auf den vor ihnen liegenden Prozess ein.

Beim zweiten Treffen ging es dann richtig zur Sache: Die Vorschulkinder sind wortwörtlich in ihren oft randvollen WerkstattKisten eingetaucht und haben Schätze über Schätze gehoben. Das Entdeckte haben sie sich untereinander gezeigt. Hin und wieder waren sie sogar selbst höchst erstaunt über das Entdeckte oder fanden es zuweilen einfach nur urkomisch und konnte sich kaum halten vor Lachen.

Einige Kinder haben sich ihrer Auswahl an Arbeiten, die sie in der Ausstellungs zeigen möchten, in einem Schwingen zwischen Anschauen, Auswählen, Abwägen, Verwerfen, neu Auswählen angenähert. Andere wiederum wussten in wenigen Augenblicken, welche ihrer Arbeiten einen Platz in einem der Rahmen im Foyer finden sollen.

Die  Drucke und / oder Zeichnungen wurden in dem ausgewählten Rahmen so lange arrangiert, bis es für das Kind stimmig war – in sich aber auch im Zusammenspiel mit den Arbeiten in den benachbarten Rahmen – und das war gar nicht immer so einfach ;o)
Zum Schluss wurde ein weißes Tuch über den befüllten Rahmen  gehangen, das sein „Geheimnis“ bis zur Eröffnung der Ausstellung behüten darf.

Beratend begleitet wurden und werden die Vorschulkinder in diesem Prozess von Leonie, Andreas, Konstantin, Laura und Janina.